Freiluftkino: Tödliche Exporte – Wie das G36 nach Mexiko kam

Am 08.06. um 20 Uhr zeigt unsere Gruppen im Rosengarten nahe des Rosenthaler Platzes die Doku “Tödliche Exporte – Wie das G36 nach Mexiko kam”, die deutsche Waffenexport nach Mexiko behandelt. Dabei wird auch ein direkter Bezug zu den 43 Studis hergestellt, die 2014 in Iguala verschwanden und mutmaßlich ermordet wurden.

“Deutsche Waffen tauchen in vielen Krisengebieten der Welt auf – trotz einer relativ restriktiven Genehmigungspraxis der Bundesregierung. Das Risiko, dass deutsche Waffen bei Menschenrechtsverletzungen eingesetzt werden können, war dabei häufig kein Grund, Rüstungsfirmen Exporte zu verbieten. Und Rüstungsfirmen selbst machen meist keine Anstalten, ihre Verpflichtungen und Sorgfaltspflichten für Menschenrechte einzuhalten.
In der Dokumentation “Tödliche Exporte – Wie das G36 nach Mexiko kam” beschäftigt sich Regisseur Daniel Harrich mit den Lieferungen von G36-Schnellfeuergewehren von Heckler und Koch nach Mexiko in den Jahren 2003 bis 2011. Die investigative Recherche geht dem Verdacht nach, dass Manager_innen der schwäbischen Firma Heckler & Koch unter den Augen der Genehmigungsbehörden einen illegalen Waffendeal einfädelten. Es geht um ein Millionengeschäft und die Frage: Hat Heckler & Koch beim Verkauf von G36-Sturmgewehren nach Mexiko deutsche Gesetze gebrochen und gezielt die Rüstungsexportkontrollen umgangen?
Daniel Harrich und sein Team wurden 2016 mit dem Grimme-Preis für die “Besondere journalistische Leistung” bei ihrer Recherche ausgezeichnet.”

Länge: 60 min
Sprache: Deutsch

EINTRITT FREI!

Zum Facebook-Event geht es hier.

Den Veranstaltungsort, den Rosengarten im Volkspark am Weinberg in Berlin-Mitte, erreicht ihr am besten mit der U-Bahn (U8) und Tram (M1, M8, 12). Steigt am Rosenthaler Platz aus und spaziert den Weinbergsweg hoch.

Neuer Termin Gruppentreffen und weitere gute Nachrichten

Unsere Gruppe trifft sich dieses Semester jeden Mittwoch um 19 Uhr, wie gehabt in den Räumlichkeiten des EB 104 (welche sich im Raum EB 226 befinden).

Über die Semesterferien gab es gute Nachrichten: Die Studierenden aus Myanmar, für deren Freilassung wir uns im Februar eingesetzt haben (siehe News vom 16.02.2016), wurden von der neuen Regierung Myanmars freigelassen. Viele weitere politische Gefangene verbleiben allerdings in Haft.

Gruppentreffen während der vorlesungsfreien Zeit

Ein weiteres Mal ist ein (hoffentlich erfolgreiches) Semester vorüber. Während der vorlesungsfreien Zeit wird sich auch unsere Gruppe ein bisschen Freizeit nehmen.

Das letzte reguläre Treffen ist am 23. Februar 2016. Im März finden dann unregelmäßige Treffen statt. Anschließend gibt es voraussichtlich am 5. April 2016 wieder ein reguläres Treffen.

Selbstverständlich könnt Ihr Euch auch gerne jederzeit über kontakt@amnesty-tub.de ans uns wenden, wenn Ihr Interesse an unserer Gruppe habt. Bitte habt Verständnis dafür, dass es in der vorlesungsfreien Zeit etwas länger dauern kann, bis Ihr eine Antwort bekommt.

Wir wünschen Euch viel Erfolg bei Euren Prüfungen und eine schöne vorlesungsfreie Zeit!

Release Myanmar Peaceful Students – Solidarität mit Studierenden in Myanmar

Jede_r hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung. Dieses Recht wird Studierenden in Myanmar nicht gewährt. Studierendenproteste gegen ein neues Bildungsgesetz wurden hier im März 2015 brutal niedergeschlagen. Über 100 Studierende wurden inhaftiert, viele sitzen noch im Gefängnis. Sie erwarten lange Haftstrafen.
Wir fordern die sofortige Freilassung der friedlichen Demonstrierenden.

Mit unserer Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung lenken wir die Aufmerksamkeit auf Myanmar.
Schließt euch unserer Solidaritätsaktion an:

Wann? 28. Februar um 14 Uhr
Wo? Pariser Platz am Brandenburger Tor

Hier wollen wir mit solidarischen Fotos, individuellen Botschaften und Petitionen die inhaftierten Studierenden unterstützen.

#ReleaseMyanmarPeacefulStudents

Veranstaltung zum Thema “Fluchtpunkt Europa, Festung Europa”

Am 21. Januar 2016 trafen sich etwa 50 Menschen im Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin, um dem Journalisten und Buchautor Michael Richter zu lauschen und Fragen an Wiebke Judith, Fachreferentin für Asylpolitik und Asylrecht von Amnesty International, zu stellen.

Die Amnesty Hochschulgruppe der TU Berlin hatte eingeladen, sich über die Lage der Geflüchteten mit dem Ziel Europa zu informieren, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Aufmerksam wurde die Hochschulgruppe auf den Autor, weil erst vor kurzem sein Buch “Fluchtpunkt Europa. Unsere humanitäre Verantwortung” in der Ed. Körper-Stiftung erschienen war. Seit über zehn Jahren befasst sich Michael Richter mit der Flüchtings- und Asylpolitik und berichtete im Laufe der Lesung über die Recherche zu seinem Buch und seinen Filmen. Dafür traf er sich u.A. mit Mitarbeitern von Frontex und begleitete Geflüchtete sowohl in Istanbul als auch in Deutschland, denen z.B. bei einem konkreten Fall nach jahrelanger Duldung ein Termin für die Abschiebung Ende dieses Monats verkündet wurde. Wiebke Judith ergänzte weitere Fakten zur Lage in Europa und Deutschland und erläuterte, warum das Asylpaket II das Asylrecht vieler individueller Asylbeantragender gefährdet. Weiter informierte sie über die Forderungen von Amnesty International. Das Publikum stellte viele Verständnisfragen, da aus humanitärer Sicht einige Vorgehen in der Politik der EU für uns unverständlich sind. Doch auch Meinungen und Einschätzung wurden verlangt, einmal zum Fall Lageso in Berlin, sowie zur aktuellen Debatte zu den Vorkommnissen in Köln.

Wir bedanken uns bei allen, die mit großem Interesse an dieser Veranstaltung teilgenommen haben und natürlich besonders bei Michael Richter und Wiebke Judith.

Neueste Amnesty-Meldungen zur Situation von Geflüchteten in Europa sind
auf der Webseite von Amnesty International Deutschland zu lesen:
- Europäische Union finanziert Haftzentren für Flüchtlinge in der Türkei
- Europäische Abschottung bringt Flüchtlinge in Lebensgefahr

Fluechtlinge Veranstaltung Januar 2016
Fluechtlinge Veranstaltung Januar 2016