Rückblick Briefmarathon 2017

Am 4. Dezember haben wir, wie jedes Jahr, am internationalen Amnesty-Briefmarathon teilgenommen, dieses Jahr mit einem Stand in der TU-Mensa.

Unser Stand in der TU-Mensa

Unser Stand in der TU-Mensa

Beim Briefmarathon fordern jedes Jahr Hunderttausende Menschen weltweit anlässlich des Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden.
Das gemeinsame Briefeschreiben zeigt die Kraft der Amnesty-Bewegung: An wenigen Tagen konzentrieren sich Menschen auf der ganzen Welt auf das Schicksal Einzelner. Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Und sie machen Regierungen Druck: Einen einzelnen Brief können die Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen, lassen sich nicht ignorieren!

Die Erfolge der letzten Jahre zeigen, dass der Briefmarathon unglaublich wichtig und sinnvoll ist.

Dieses Jahr setzten wir uns für die Indigenen-Organisation MILPAH aus Honduras, die Anwältin Ni Yulan aus China sowie Taner Kılıç und die Istanbul 10 ein.
Die Mitglieder von MILPAH kämpfen gegen die rücksichtslose Ausbeutung von Bodenschätzen auf ihrem Land und riskieren dabei ihr Leben, sie werden bedroht und tätlich angegriffen.
Ni Yulan hat jahrelang Menschen vertreten, die aus ihren Häusern vertrieben wurden. Aufgrund ihres Engagements wurde die chinesische Rechtsanwältin selbst Opfer von Gewalt und Zwangsräumung.
Elf Personen, die sich für die Menschenrechte anderer einsetzen, sind nun selbst in Gefahr: Dazu zählen Taner Kılıç und İdil Eser von Amnesty Türkei. Die gegen sie erhobenen Anklagen wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation sind absurd. Auch wenn die zehn nach massiven internationalen Protesten freikamen, läuft das Verfahren gegen sie weiter, und Taner Kılıç ist noch immer im Gefängnis.

Am Ende des Tages konnten wir 93 Briefe abschicken. Wir hoffen, bald von Erfolgen zu hören und bedanken uns bei allen Unterstützer*innen!

Wir beim Abschicken der Briefe

Wir beim Abschicken der Briefe