Systemkonform – Soliparty & Workshops gegen Überwachung am 27. April

In Clubs werden Smartphone-Kameras abgeklebt, damit wir uns völlig frei bewegen und entfalten können, ohne uns beobachtet zu fühlen. Im öffentlichen Raum beobachten wir hingegen eine stetige Zunahme an Überwachung, sowohl offline als auch online.
Welchen Einfuss hat dieser Ausbau auf uns als Individuen und als Gesellschaft? Verändert sich unser Selbstverständnis von Zusammenleben und Demokratie?

Zusammen mit Digitale Freiheit veranstalten wir am Freitag, den 27. April, eine Soliparty mit politischem Vorprogramm. Das Programm wird einen bunten Mix aus Vorträgen, Workshops und Filmen bieten. Anschließend folgt die Party mit feinstem Techno, Deep House und Downbeat!
Wir möchten mit euch zusammenkommen, um in Kurzvorträgen mehr zu erfahren und in Workshops zu diskutieren, vor allem wollen wir aber eins: Unsere Freiheit feiern!

Programm
Ab 20 Uhr:
Vorträge, Workshops und Kurzfilme zum Thema
Perspektiven auf Überwachung: Expert_innen erläutern unter verschiedenen Gesichtspunkten, wie Überwachung unsere Gesellschaft beeinflusst und verändert„.

Überwachung – Eine Einführung
Benjamin Kees (hat Informatik und Psychologie studiert, Vorstandsmitglied des FIfF und Mitglied der Fachgruppe „Informatik und Ethik“ der Gesellschaft für Informatik)

Was dein Wohnort, deine Schlafenszeiten und deine Freunde über deine Verdächtigkeit aussagen
Eric Tabbert (Kriminalkommissar)

Betrifft Überwachung uns alle im gleichen Maße?
Nicolas Chevreux (Asylverfahrensberater & Asylreferent von Amnesty International)

Anonyme Beratungsangebote im Zeitalter der Datenspeicherung
Doris Nithammer (Diplom-Psychologin, Leiterin der Suchtberatung Friedrichshain der Stiftung SPI)

Freie journalistische Arbeit im Licht des BND-Gesetz‘
Daniel Moßbrucker (Journalist und Referent für Informationsfreiheit im Internet bei Reporter ohne Grenzen)

…aber die Daten werden doch eh nicht ausgewertet – Eine historische Sichtweise (Apl. Dr. Berward Dörner, Zeithistoriker und Antisemitismusforscher, TU Berlin)

Workshops:

  • Deine Daten auf Facebook – In welche Schublade stecken sie dich?
  • Argumentationstraining bzw. Warum ist Privatsphäre wichtig?
  • Lässt sich der geschichtlich gesehen breite Protest gegen Überwachung aus der Mitte der Gesellschaft wiederbeleben?

 

Ab 23:59 Uhr:
Party mit Techno, Deep House & Downbeat

Franz Alice Stern (Katermukke)
Ryan Dupree (URST Agency, Stil vor Talent)
Schmeckefuchs (Rebellion der Träumer)
Grace Thompson (URST Agency)
ZeitlupenUwe (OpenAir to go)
Electronic Elephant (Station Endlos)
Tschaika (kopfueber)
Møra (Tanz aus der Reihe)

Eintritt:
Bis 23:59 Uhr: Eintritt frei, danach 10 €
Alle Einnahmen werden an Amnesty International und Digitale Freiheit für weitere Aktionen fließen!

Wo?
Polygon
Wiesenweg 1 – 4
10365 Berlin-Friedrichshain

Mehr Infos: https://www.facebook.com/events/220865361825092/

Rückblick Briefmarathon 2017

Am 4. Dezember haben wir, wie jedes Jahr, am internationalen Amnesty-Briefmarathon teilgenommen, dieses Jahr mit einem Stand in der TU-Mensa.

Unser Stand in der TU-Mensa

Unser Stand in der TU-Mensa

Beim Briefmarathon fordern jedes Jahr Hunderttausende Menschen weltweit anlässlich des Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden.
Das gemeinsame Briefeschreiben zeigt die Kraft der Amnesty-Bewegung: An wenigen Tagen konzentrieren sich Menschen auf der ganzen Welt auf das Schicksal Einzelner. Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Und sie machen Regierungen Druck: Einen einzelnen Brief können die Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen, lassen sich nicht ignorieren!

Die Erfolge der letzten Jahre zeigen, dass der Briefmarathon unglaublich wichtig und sinnvoll ist.

Dieses Jahr setzten wir uns für die Indigenen-Organisation MILPAH aus Honduras, die Anwältin Ni Yulan aus China sowie Taner Kılıç und die Istanbul 10 ein.
Die Mitglieder von MILPAH kämpfen gegen die rücksichtslose Ausbeutung von Bodenschätzen auf ihrem Land und riskieren dabei ihr Leben, sie werden bedroht und tätlich angegriffen.
Ni Yulan hat jahrelang Menschen vertreten, die aus ihren Häusern vertrieben wurden. Aufgrund ihres Engagements wurde die chinesische Rechtsanwältin selbst Opfer von Gewalt und Zwangsräumung.
Elf Personen, die sich für die Menschenrechte anderer einsetzen, sind nun selbst in Gefahr: Dazu zählen Taner Kılıç und İdil Eser von Amnesty Türkei. Die gegen sie erhobenen Anklagen wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation sind absurd. Auch wenn die zehn nach massiven internationalen Protesten freikamen, läuft das Verfahren gegen sie weiter, und Taner Kılıç ist noch immer im Gefängnis.

Am Ende des Tages konnten wir 93 Briefe abschicken. Wir hoffen, bald von Erfolgen zu hören und bedanken uns bei allen Unterstützer*innen!

Wir beim Abschicken der Briefe

Wir beim Abschicken der Briefe

Filmabend Nordkorea am 26.10.

48m Nordkorea_2

Nur 48 Meter breit ist der Yalu-Fluss. Er markiert die natürliche Grenze zwischen Nordkorea und China. NordkoreanerInnen riskieren ihr Leben, um diese 48 Meter auf ihrer Flucht aus Nordkorea zu passieren. Der Spielfilm zeigt unter anderem zwei Schwestern, die erleben wie ihre Eltern beim Versuch der Überquerung des Flusses von nordkoreanischen Soldaten hingerichtet werden. Dann gibt es noch den Soldaten, den das schlechte Gewissen plagt, da er jeden, der diesen Fluss überquert, erschießen muss. Weitere berührende auf wahren Begebenheiten basierende Geschichten kommen in diesem Drama vor, die zeigen, wie unendlich weit doch 48 Meter sein können.

Ronald Hübner von der Amnesty Koordinationsgruppe Nordkorea wird als Gast dabei sein und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen!

Länge: 97:00
Sprache: Koreanisch (mit englischen Untertiteln)
Regie: Min Baek-doo (Südkorea)
Jahr: 2013

Wo?
Wiwi-Café
Straße des 17. Juni 145
EB 302

Wann?
26.10.2017
19 Uhr
Facebook: https://www.facebook.com/events/908762705952821/

Wir freuen uns auf euch!

Freiheit, Techno, Amnesty

Freiheit feiern – Rettet die Grundrechte!

Demonstration am 9. September
Zeit: 12 Uhr
Ort: Gendarmenmarkt
https://freiheitstattangst.de/

Ohne Freiheit ist alles nichts. Einführung der Vorratsdatenspeicherung, Ausweitung des Einsatzes des Staatstrojaner – wohin soll das noch führen? Wir müssen uns jetzt für das Menschenrecht auf Privatsphäre einsetzen. Wir wollen mit euch ein Zeichen gegen die freiheitsfeindliche Politik der Großen Koalition in den vergangenen Jahren setzen und dabei mit euch auch Freiheit feiern.
Musikalisch angefeuert werden wir dabei von:
KempStarr Berlin
[https://soundcloud.com/kempstarr]
ro.mé ᴰᴶ
[https://soundcloud.com/ro_me]
dunkel.bunt
[https://soundcloud.com/dunkelbuntmusic]

Die Forderungen:
• Staatliche Überwachung abbauen!
• Keine Vorratsdatenspeicherung!
• Privatheit schützen: On- und Offline-Verfolgung eindämmen!
• Pressefreiheit – Keine Zensur!
• Grundrechte und Rechtsstaat sichern!

Neben dem Musik-Wagen erwarten euch auf der Demo und der Kundgebung:
• Gute Musik: Wir tanzen um den Gendarmenmarkt.
• Cryptoparty: Bring Deine digitalen Geräte mit, wir helfen Dir ganz praktisch bei Verschlüsselungswerkzeugen und Privatsphäreschutz.
• Bunte Anonymisierung: Bring Deine Kinder und Eltern mit, denn sie wollen unbedingt unsere Biometrieschminke ausprobieren!
• Eine Festtafel der Freiheit: Lasst uns zusammen essen, trinken, diskutieren!
• Gute Laune: Bring gern alles mit, was die Stimmung hebt – frohe Schilder, humorvolle Masken, Essen zum Teilen, Becher zum Füllen und Tanzbeine aller Couleur!
• Und natürlich politische Mitbestimmung: Auf dem Demonstrationszug werden wir unsere Forderungen lautstark kundtun.

Link zum Amnesty-Event: https://www.facebook.com/events/139172493351589/
Link zum Hauptevent: https://www.facebook.com/events/830400353783052/

Das Aufrufvideo findet ihr hier: https://vimeo.com/22823497820476164_245752509265657_4268015876739805521_n